Anlageprozess

Ziel des Anlageberatungsprozesses ist es, gute langfristige Erträge durch Anlagen in Unternehmen zu generieren, deren aktueller Aktienkurs deutlich unterhalb ihres intrinsischen Wertes liegt. Im Folgenden werden die wichtigsten Elemente des Prozesses zusammengefasst, der bei den einzelnen Fonds leicht variiert (weitere Informationen können den jeweiligen Fondsinformationen entnommen werden). Allen gemeinsam ist jedoch der Fokus auf die Wertschöpfung und eine Ausrichtung auf aufstrebende Unternehmen (reflektiert durch kleinere und mittlere Marktkapitalisierung).

Bei der Beratung für die Zusammensetzung der Portfolios richten wir uns nicht nach einem Index aus. Die Auswahl basiert auf einem strengen Bottom-up Analyseprinzip unter Berücksichtigung einer Top-down-/Makro-Overlay-Struktur. In die Portfolios gelangen jene Anlageideen, von denen wir am stärksten überzeugt sind. Sie sind konzentriert und umfassen jeweils etwa 30–40 Aktien, die sorgfältig ausgewählt wurden, um eine optimale Balance zwischen dem Fokus und der Diversifizierung zu finden.

Wir haben eine nachweisbare Erfolgsbilanz bei der Identifizierung unterbewerteter Unternehmen. Wir durchsuchen das Rohstoffuniversum nach Mainstream- und Nicht-Mainstream/vernachlässigten Aktien, die oftmals als Folge geringer Beachtung durch Banken-Research und mangelnder Informationen Kursineffizienzen aufweisen. Dank unseres strengen Rechercheprozesses und branchenweiten Netzwerks können wir ein besseres Verständnis der durch das Analysten-Research vernachlässigten Unternehmen entwickeln und mit der Zeit ihr Profil am Markt verbessern. Vereinfacht ausgedrückt: Wir versuchen das mangelhafte Verständnis des Markts für kleinere bis mittelgroße Rohstoffunternehmen für uns zu nutzen.

  • Ideen entwickeln; Anlageuniversum eingrenzen – Auswahl treffen

    Die Fonds, die wir beraten, legen weltweit an. Mithilfe verschiedener Methoden wird dieses breite Feld auf eine praktikablere Anzahl von Möglichkeiten reduziert, aus denen dann die besten Anlageideen ausgewählt werden.

    Vorschläge für das Anlageuniversum kommen aus verschiedenen Quellen: Branchennachrichten, internes Research sowie Kommunikation mit Analysten, der Unternehmensführung und Branchenexperten. Diese Ideen durchlaufen zunächst einen quantitativen Filterprozess (Screening), um zu gewährleisten, dass die Top-down-Einschätzungen des Teams bzw. die spezifischen Fondsanforderungen eingehalten werden. Die Unternehmen, die diese Vorauswahl bestehen, werden einer strengen Bottom-up-Analyse unterzogen: detaillierte bergbau- und finanzspezifische Modelle für jedes Unternehmen erarbeitet, Interviews mit der Unternehmensleitung sowie Diskussionen mit Branchenexperten und Analysten geführt. Ein Ranking-System weist beispielsweise Wertpapiere als potenzielle neue Anlageideen oder bestehende Positionen als allmählich zu teuer bewertet aus.

    In regelmäßigen Ausschuss-Sitzungen diskutiert das Teams neuen Ideen. Die Aktienbewertung erfolgt durch das Team, die endgültige Empfehlung über den Kauf bzw. Verkauf von Titeln entscheidet der verantwortliche Fondsberater.

  • Portfoliozusammensetzung – ein Paket schnüren

    Der Beratungsprozess der Portfoliozusammensetzung verbindet Top-down- und Bottom-up-Analysen. Das Liquiditätsmanagement bildet eine wesentliche Komponente beim Portfolioaufbau. Es werden nur börsennotierte Titel berücksichtigt, die bestimmte Liquiditätsvorgaben erfüllen.

    Der Craton Capital Precious Metals Fund strebt eine Anlage in Edelmetallunternehmen an, die auch bei einer statischen Goldpreisentwicklung Wachstum verzeichnen dürften. Folglich liegt der Schwerpunkt auf Produzenten aus aufstrebenden Volkswirtschaften sowie auf Unternehmen, die gut positioniert sind, um ihre Reserven- und Ressourcenbasis künftig zu vergrößern. Das Engagement im Explorationssektor ist begrenzt. Stattdessen werden Produktions- bzw. produktionsnahe Unternehmen bevorzugt.

    Der Craton Capital Global Resources Fund konzentriert sich auf die attraktivsten Teilsektoren am Rohstoffmarkt und versucht, dort von den vielversprechendsten Chancen zu profitieren.

    Wir richten uns bei der Beratung der Portfoliozusammensetzung nach keinem Referenzindex, sondern orientieren uns hauptsächlich an zwei Faktoren: 1. an den Vorteilen und dem inneren Wert der Aktien, die unsere Auswahlkriterien erfüllen, und 2. an der Top-down-Einschätzung des Teams. Zu den Kriterien für die Aktieneinschätzung zählen die Qualität der Anlagen, Unternehmensführung, Rentabilität (Fähigkeit, über dem WACC liegende Gewinne zu reinvestieren), Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit, Liquidität und Bewertung.

    Wir meiden Länder mit politisch oder wirtschaftlich instabilen Rahmenbedingungen wie beispielsweise das Risiko möglicher Verstaatlichungen oder die Einführung oder bestehende nachteilige Steuergesetze.

    Bevor eine Empfehlung für Aktienkäufe oder Umschichtungen abgegeben wird, werden die zu erwartenden Auswirkungen auf den Fonds beurteilt. Dabei berücksichtigen wir den Bezug des Fonds zu spezifischen Sektoren (oder Segmenten), Ländern, Regionen und Entwicklungsstadien. Ebenfalls berücksichtigt werden die von den Aktien ausgehenden Einflüsse auf die Fondsliquidität und das Risikoprofil (operative, finanzielle und Marktrisiken). Dabei nutzen wir Simulationsmodelle, um die Veränderungen zu quantifizieren.

  • Entscheidungsdisziplin – Empfehlung zu kaufen, verkaufen oder halten?

    Empfehlungen zu Kaufentscheidungen sind das Ergebnis des oben beschriebenen Prozesses. Verkaufsempfehlunge werden getroffen, wenn eine Aktie unser Kursziel erreicht hat oder sich diesem nähert bzw. in unserer Ranking-Tabelle (in die u.a. der Relative Value einfließt) heruntergestuft wird. Eine Ranking-Herunterstufung kann auch aus einer Neubewertung infolge einer Veränderung der Gewinnerwartung oder des Risikoprofils eines Unternehmens resultieren.

  • Risikomanagement – das Kapital überwachen

    Als OGAW-IV-registrierte Fonds halten wir zwangsläufig die gesetzlichen Richtlinien an die Gewichtungsgrenzen, Leverage und Anlageart ein. Einzelheiten sind im Verkaufsprospekt beschrieben. Die OGAW-IV-Richtlinien sind vergleichbar mit den Richtlinien für Publikumsfonds in anderen Ländern und dienen dem Schutz der Anlegerinteressen. Unser Administrator überwacht täglich die Einhaltung der Richtlinien, die verbunden mit unseren intern entwickelten Abläufen das Risikomanagement bestimmen.

    In einem dreistufigen Prozess werden die Liquiditätsrisiken gemanagt: 1. Im Notfall können die Portfolios schnell liquidiert werden; 2. Alle Werte sind börsennotiert und Engagements in illiquiden Aktien sind begrenzt; 3. Rücknahmen sollten die anderen Fondsanleger nicht beeinträchtigen.

    Wir verfolgen zwar das Währungsexposure intensiv, sichern Wechselkursrisiken aber nicht ab. Viele unserer Anlagen (insbesondere im Precious Metals Fund und Global Resources Fund) profitieren in der Regel von einer inhärenten Währungsabsicherung, da sie ihre Umsätze in US-Dollar ausweisen. Eine Dollarabwertung hat oftmals höhere Rohstoffpreise zur Folge.

  • Anlageprozess - Ein Teamansatz

    Der Anlageberatungsprozess ist nicht an eine Person gebunden, sondern erfolgt im Team. Jedes Teammitglied ist verantwortlich für bestimmte Aufgabenbereiche, die seinen Kompetenzen und Fähigkeiten entsprechen. Die Analysten sind für das Unternehmensresearch nach Bottom-up-Prinzip und die Empfehlungen zuständig, und der verantwortliche Fondsberater trifft die endgültige Anlageempfehlung. Lead- und Co-Fondsberater verfügen über langjährige Anlageerfahrung und sind gleichermaßen Experten für die Bottom-up-Unternehmensanalyse.

    Daher gibt es keine strikte Trennung zwischen den Funktionen der Portfolioberatung und des Research. Das Team arbeitet transparent und Berater und Researchmitarbeiter bilden eine Einheit. Hierdurch entsteht eine fruchtbare Diskussion und ein freier Gedankenaustausch. Damit erhöhen sich die Chancen, vielversprechende Anlagemöglichkeiten zu identifizieren.